
Zum letzten Bundesligaspiel in diesem Jahrzehnt reiste die 1. Herrenmannschaft am vergangenen Samstag zum Tabellennachbarn nach Kellinghusen. Nach den tollen Erfolgen in den beiden letzten Spielen sollte die Hinrunde mit einem weiteren Sieg beendet und eine gute Ausgansposition zum Erreichen des Saisonziels – dem Klassenerhalt – für die Rückrunde erspielt werden.
Der erste Satz begann direkt sehr umkämpft mit starken Angriff- und Abwehraktionen auf beiden Seiten des Netzbandes. Das bessere Ende erwischte jedoch der Gastgeber und sicherte sich den ersten Durchgang mit 11:9.
Im zweiten Durchgang fand der TKH dann zu seiner Form. Dadurch, dass die kurz gespielten Angaben des Gegners immer besser erlaufen und unter Kontrolle gebracht wurden, konnten die eigenen Angreifer Christos Michalakis, Aaron Dumke – und wie schon in den letzten Spielen auch Abwehrspieler Merlin Sommer – im Gegenzug zunehmend selbst punkten, sodass sich die Klubber den zweiten Satz mit 6:11 erspielten.
Das Momentum blieb aber nicht auf Seiten der Hannoveraner, sondern schwang wieder zurück zu Gunsten der Gastgeber, die den folgenden dritten Satz trotz guter, aber teilweise zu hektischer Leistung des TKH mit 11:5 gewannen.
Die Satzpause sollte nun etwas Ruhe verschaffen und ein kurzes Durchatmen ermöglichen, um danach wieder ins Spiel zurückzufinden. Leider trat das komplette Gegenteil ein und der Klubb stand im vierten Satz völlig neben sich. Die bisher gut beherrschten kurzen Bälle von Nationalspieler Rouven Kadgien wurden für den VfL nun plötzlich zu einem probaten Mittel und durch mehrere Angriffsfehler auf Seiten des TKH ging der vierte Satz verdient schnell und deutlich mit 11:3 an Kellinghusen.
Auch im fünften Satz verlief das Spiel nur zu Beginn ausgeglichen, ehe man den Gastgeber immer weiter davonziehen sehen musste, der sich auch diesen Satz nicht nehmen ließ. Im letzten Satz lief man ebenfalls schnell einem Rückstand von fünf Bällen hinterher. Durch ein letztes Aufbäumen konnte dieser zwar noch aufgeholt werden, beim Stand von 9:9 jedoch erwischte, wie schon im ersten Satz, der VfL das bessere Ende und gewann durch zwei weitere Punkte das Spiel.
„Da wäre heute mehr drin gewesen, leider standen wir uns am Ende selbst im Weg“, kommentierte Kapitän Aaron Dumke das Spielgeschehen. Trainer Ole ergänzte: „Bis zur ersten Pause waren wir eigentlich gut da und hätten hier heute bestimmt was mitnehmen können. Nach der Pause lief dann leider nicht mehr viel zusammen – schade. Aber davon lassen wir uns jetzt nicht entmutigen, nach der Winterpause werden die Karten wieder neu gemischt.“
Durch die Niederlage überwintert der TKH nun mit 6:10 Punkten auf Rang 5 der 1. Bundesliga Nord. Die Tabellensituation sollte dabei aber nicht trügen, denn man liegt nur dank eines etwas besseren Satzverhältnisses vor dem punktgleichen Abstiegskonkurrenten von der Turnerschaft Berlin. Direkt dahinter wartet, mit nur zwei Zählern weniger, der Leichlinger TV. Man ist also auf jeden Fall gewarnt, im neuen Jahr schnellstmöglich wieder zur alten Stärke zurückzufinden.
Die Rückrunde startet für den TKH am 11. Januar mit einem Auswärtsspiel beim TSV Hagen. Das erste Heimspiel im neuen Jahrzehnt findet direkt am darauffolgenden Tag statt. Gegner im Bothfelder Hintzehof wird dann der TV Leichlingen sein.