
Zum Abschluss der Hallensaison 2019/20 stand für die 1. Herrenmannschaft noch einmal ein Doppelspieltag an: Zunächst ein Auswärtsspiel beim Ahlhorner SV, dann ein Heimspiel gegen den VfL Kellinghusen.
Durch den Sieg gegen den direkten Abstiegskonkurrenten von der Berliner Turnerschaft aus der letzten Woche stand die Ausgangslage eindeutig fest: Mit einem Sieg hätte man den Klassenerhalt sicher. Ginge man in beiden Spielen leer aus, müsse man mit einem Auge nach Berlin schauen und hoffen, dass der Leichlinger TV nicht beide Spiele gegen die BT und den VfK Berlin gewinnt. Man wollte sich allerdings voll und ganz auf die eigenen Spiele konzentrieren, denn der Klassenerhalt sollte unbedingt aus eigener Kraft erreicht werden.
Vor dem Spiel gegen den Ahlhorner SV war man gewarnt: Zwar wurde das Hinspiel mit 5:0 gewonnen, jedoch war dies auch zu großen Teilen dem Verletzungspech der Ahlhorner geschuldet. Man war sich sicher, dass die Ahlhorner, die ihrerseits selbst noch gegen den möglichen Abstieg spielten, sicherlich mehr Gegenwehr leisten würden als in der Hinrunde. Dennoch kam der TKH sehr gut ins Spiel. Der erste Satz begann zunächst ausgeglichen, ehe man sich einen kleinen Vorsprung erarbeiten und den Durchgang mit 8:11 gewinnen konnte. Auch der zweite Satz war stark umkämpft und konnte erst in der Verlängerung durch starken Siegeswillen mit 11:13 gewonnen werden. Es sah nun alles danach aus, als wäre der TKH gut im Spiel angekommen, doch der Ahlhorner SV schlug postwendend zurück. Die Klubber leisteten sich nun vereinzelt kleine Unkonzentriertheiten, welche der Gegner gnadenlos ausnutzte und mit 11:4 auf 1:2 in Sätzen verkürzte. Nach der Pause fand der TKH nie wieder so recht ins Spiel zurück. War die mentale Stärke der Mannschaft in der vergangenen Woche noch ausschlaggebend für den Sieg über die BT, so konnte der Rückschlag in diesem Spiel nicht wirklich gut verdaut werden und so war in den folgenden Sätzen stets der Wurm drin. Man leistete sich immer mehr vermeidbare Eigenfehler und der Ahlhorner SV bestrafte dies nach wie vor ohne Unterlass. Auch ein zwischenzeitlicher Wechsel in der Defensive durch Tim Vollmer für Yannick Hermann konnte dem Spiel des TKH keinen erneuten Aufschwung liefern. So gingen die Sätze Vier, Fünf und Sechs mit 11:7 , 11:9 und 11:6 an den Gastgeber. Nach der zweiten Satzpause fand der Klubb wieder ein bisschen besser ins Spiel und der siebte Satz ging bis in die Verlängerung. Hier wurde es noch einmal richtig spannend, denn beide Teams hatten hier mit Satz- bzw. Matchbällen den Ausgang des Durchgangs selbst in der Hand. Zum Schluss erwischte aber wieder der Ahlhorner SV das bessere Ende und gewann den Satz mit 13:11. So ging es mit einer 2:5 Niederlage zurück nach Hannover.Am nächsten Tag stand dann das letzte Spiel der Saison gegen den VfL Kellinghusen an. Für Tim Vollmer, der zur Feldsaison zu seinem Heimatverein TuS Spenge zurückkehren wird, war es das vorerst letzte Spiel im TKH-Dress und so sollte auch er mit einem Sieg verabschiedet werden. Die sich in der Halle eingefundenen Zuschauer sollten eine spannende Partie zu sehen bekommen. Wie am vorherigen Tag begann das Spiel sehr ausgeglichen und beide Mannschaften agierten auf hohem Niveau. Am Ende des ersten Durchgangs konnte sich der TKH in der Verlängerung mit 14:12 durchsetzen. Jedoch fand der VfL Kellinghusen, welcher ohne Angreifer Rouven Kadgien angereist war, schnell zurück in die Partie und nutzte die wieder auftretenden Eigenfehler im Spiel des TKH gnadenlos aus um die beiden folgenden Sätze mit 9:11 und 9:11 zu gewinnen. Auf Seiten des TKH war man nun gewarnt. Das Ziel, den Klassenerhalt aus eigener Hand zu schaffen, sollte unter keinen Umständen aus der Hand gegeben werden und so schwor man sich während der Satzpause noch einmal ein. Und in der Tat kam man direkt sehr stark zurück ins Spiel. Eine gut stehende Abwehr, konstantes Zuspiel und starke Angriffsschläge auf Seiten der Klubber ließen dem VfL Kellinghusen im vierten Durchgang kaum eine Chance und dieser Satz ging verdient und deutlich mit 11:3 an die Hausherren. Auch in den beiden folgenden Sätzen konnte man nachlegen, obwohl die Gegenwehr der Kellinghusener wieder größer wurde. Die Mannschaft trat jedoch geschlossen auf und zeigte, wie sehr sie dieses Spiel gewinnen wollte und konnte Satz Fünf und Sechs mit 11:9 und 11:6 gewinnen. Mit dem Zwischenstand von 4:2 nach Sätzen war man dem selbst gesetzten Ziel nun bereits so nah, doch nach der Pause kippte das Spiel erneut. Die folgenden drei Sätze waren ein starker Kontrast zu den vorherigen, denn nun schlichen sich im Spiel des TKH wieder Unkonzentriertheiten und Eigenfehler ein. Der VfL Kellinghusen bestrafte jeden einzelnen davon direkt und man konnte einfach nicht mehr ins Spiel zurückfinden. Die Gäste aus Kellinghusen gewannen die Sätze Sieben und Acht mit 7:11 und 8:11. Auch im entscheidenden neunten Satz ließen sich die Fehler nicht einstellen und möglicherweise war zum Schluss auch die Moral ein wenig gebrochen. So musste man nach einer 4:2 Satzführung auch den neunten Satz mit 7:11 an Kellinghusen abgeben. Eine schmerzliche Niederlage, denn so wurde das ausgerufene Ziel, den Klassenerhalt selbst zu sichern, leider verfehlt. Mit einem Auge musste man nun nach Berlin schauen, wo zeitgleich der Leichlinger TV beim VfK Berlin antrat. Da Leichlingen tags zuvor bereits gegen die Berliner Turnerschaft gewann, musste man nun hoffen, dass der VfK nicht patzen würde. Glücklicherweise war auf die Berliner Verlass, welche Leichlingen mit 5:0 deutlich schlugen. So bleibt der TKH aufgrund des besseren Satzverhältnisses auch in der folgenden Hallenspielzeit 2020/21 erstklassig.
„Wir hätten es wirklich gerne selber geschafft und mindestens eins der beiden letzten Spiele gewonnen“, so Kapitän Aaron Dumke ein wenig enttäuscht. „Am Ende steht aber trotzdem der Klassenerhalt, das ist das Wichtigste.“, ergänzte er noch.
Zum Abschluss der Saison möchte sich die Mannschaft noch einmal herzlichst bei allen Helfern und Zuschauern für die Unterstützung bedanken. Besonders die Trommeln sorgten in den letzten Spielen für tolle Stimmung und wir freuen uns sehr darüber, auch in der Feldsaison so angefeuert zu werden.