
Am vergangenen Samstag mussten die Bundesligafaustballer des TKH eine schwere Niederlagen einstecken. Vor heimischem Publikum verlor das Team des ausscheidenden Spielertrainers Ole Hermann in der DM-Qualifikation zunächst beide Gruppenspiele gegen den VfL Kellinghusen und den TSV Hagen und anschließend das Spiel um Platz Fünf gegen den TV Brettorf.
Zwar hatte man zuvor keineswegs fest mit einer erfolgreichen Qualifikation gerechnet, doch wäre es aufgrund der verkürzten Saison sicherlich deutlich einfacher als sonst gewesen. „Dass wir an einem guten Tag von uns jede Mannschaft aus dem Norden schlagen können, wissen wir alle. Also haben wir natürlich Hoffnungen gehabt. Der Wunsch konnten wir uns dann leider nicht erfüllen“, gab Kapitän Aaron Dumke nach dem Spieltag zu verstehen.
In der ersten Partie gegen den VfL Kellinghusen startete die Mannschaft gut und musste den ersten Satz nur knapp mit 10:12 abgeben, ehe man richtig durchstartete und die Sätze zwei (11:7) und drei (11:1) gewinnen konnte. Wie das deutliche Ergebnis aus Satz drei zeigt, ließ man dem Gegner vor allem in diesem Durchgang nicht den Hauch einer Chance. In Satz vier hatte man dann zwischenzeitlich sogar zwei Matchbälle und das Spiel in der eigenen Hand. Leider konnten diese Chancen nicht genutzt werden und der VfL Kellinghusen kam noch einmal zurück, um sich den Durchgang in der Verlängerung mit 13:15 zu sichern. Ein entscheidender fünfter Satz musste her, in dem die Klubber leider nicht mehr in ihr Spiel zurückfinden konnten und mit 5:11 verloren. Damit stand bereits fest, dass nur ein Sieg im zweiten Spiel gegen den TSV Hagen, die ihrerseits zuvor ebenfalls gegen den Kellinghusen verloren hatten, die Hoffnung auf eine DM-Teilnahme wahren würde.
Auch gegen die Hagener zeigte das Team eine gute Leistung, die leider an den entscheidenden Stellen unbelohnt blieb. Der TSV konnte die ersten beiden Sätze mit 5:11 und 9:11 für sich entscheiden. Auch aus Trotz drehte man in Satz drei nun noch ein wenig auf und entschied endlich auch enge und längere Ballwechsel für sich. Der 11:6 Satzgewinn war der verdiente Lohn für diese Leistungssteigerung. Die Partie fand nun zweifelsohne auf Augenhöhe statt und so war der vierte Durchgang hart umkämpft. Leider erwischte man auch hier wieder nicht das bessere Ende und musste mit 10:12 die zweite Niederlage des Tages und Platz Drei in der Gruppe hinnehmen. Die Qualifikation zur DM war damit ausgeschlossen.
„Natürlich sind wir ein bisschen enttäuscht. So eine gute Ausgangslage wird es so schnell nicht mehr geben, sich für eine Deutsche Meisterschaft zu qualifizieren.“, erklärte Ole Hermanns, für den die Feldsaison 2020 die letzte als Bundesligatrainer und -spieler war. Jedoch ergänzte er schnell: „Die Ergebnisse spiegeln das vielleicht nicht unbedingt wider, aber mit der spielerischen Leistung heute können wir absolut zufrieden sein. Nur die fehlende Coolness in den entscheidenden Momenten hat uns am Ende leider einen Strich durch die Rechnung gemacht.“
Anschließend stand noch das Platzierungsspiel gegen den TV Brettorf an, die inzwischen bei vielen Spielern eingetretene Erschöpfung und der Frust aus der verpassten Qualifikation sorgten dafür, dass man auch in dieser Partie am Ende das Nachsehen hatte und sich den Brettorfer Gästen mit 1:3 nach Sätzen geschlagen geben musste. Somit stand am Ende ein etwas enttäuschender Platz sechs für den TKH zu Buche.